Goethe-Zertifikat B1 · Modellsatz Erwachsene Listening Transcript

Every listening script from the Goethe-Zertifikat B1 · Modellsatz Erwachsene sample set, in question order, Q1 to Q30. Read along here, or take the timed mock exam with the original audio.

Questions 1 and 2

Sie hören eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter. Hallo Frau Stein, hier ist die Praxis Dr. Becker. Es geht um Ihre Grippe-Impfung. Frau Dr. Becker muss zu einer Operation. Könnten Sie vielleicht auch am Freitag um 14 Uhr kommen? Das ist dann noch in diesem Quartal. Sie müssten also die zehn Euro Praxisgebühr nicht zahlen. Geben Sie mir bitte heute noch Bescheid, ob Sie Zeit haben? Ach, und noch etwas. Ihre Chipkarte ist bei uns, Sie haben sie letztes Mal bei uns vergessen. Danke und auf Wiederhören.

Questions 3 and 4

Sie hören eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter. Hallo Frau Brahms, Ulf Thomas hier von der HGB-Versicherung. Sie haben sich bei uns als Verkaufsleiterin beworben, doch leider fehlen in Ihren Unterlagen zwei Zeugnisse, die für die Bewerbung sehr wichtig sind. Es geht um die Zertifikate für die besuchten Computer- und Englischkurse. Die haben Sie zumindest so in Ihrem Lebenslauf genannt. Ähm, ich bitte Sie, diese Unterlagen so schnell wie möglich an uns zu schicken oder mich bei Rückfragen anzurufen. Vielen Dank!

Questions 5 and 6

Sie hören eine Durchsage im Radio. Achtung Autofahrer. Auf der Autobahn A8 Stuttgart Richtung München zwischen Eschenried und Ausfahrt Dachau hat sich ein Unfall ereignet. Momentan ist der rechte Fahrstreifen blockiert. 12 Kilometer Stau. Im Stadtgebiet München kommt es aufgrund des starken Berufsverkehrs zu Behinderungen. Stau auch am Richard-Strauss-Tunnel wegen einer Baustelle. Bitte umfahren Sie dieses Gebiet weiträumig. Radio Liberty – alle 15 Minuten für ganz Süddeutschland. Mit uns kommen Sie gut nach Hause.

Questions 7 and 8

Sie hören eine Durchsage am Hauptbahnhof. Gleis 13, Einfahrt des Interregios 114 nach Bern, Zofingen, Sursee, Luzern, Abfahrt um 08 Uhr 34, erste Klasse Sektoren A und B, zweite Klasse Sektoren B, C und D, Speisewagen im Sektor B. Eine wichtige Information für die Passagiere nach Genf. Der Intercity um 08.45 fällt wegen einer Weichenstörung aus. Die nächstmögliche Verbindung nach Genf ist über Lausanne um 09.45 von Gleis 11. Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis.

Questions 9 and 10

Sie hören den Wetterbericht im Radio. Der Wetterbericht … Und hier noch die aktuellen Wetteraussichten: In der Nacht zum Freitag ist es im Westen und Nordwesten Deutschlands gering bewölkt und meist trocken. Sonst ziehen bei zunehmender Bewölkung von Süddeutschland her mitunter kräftige Regengüsse und Gewitter von Thüringen bis an die Elbe im Osten. Dort kann es lokal sogar zu schweren Unwettern kommen und die Temperaturen sinken auf 17 bis 12 Grad. Achtung: Sturmböen in Gewittergebieten im Osten des Landes, sonst überall schwacher Wind aus unterschiedlichen Richtungen.

Questions 11 and 12 and 13 and 14 and 15

Sie nehmen an einer Führung durch das Münchner Stadtmuseum teil. Ich freue mich, Sie heute hier zu dieser Führung begrüßen zu dürfen und hoffe, Sie hatten bisher bereits einen schönen Aufenthalt hier bei uns in München. Mein Name ist Jan Kiefer und ich möchte Sie heute ein wenig in die Geschichte und die Besonderheiten der bayerischen Landeshauptstadt einweihen. Wir haben Glück, aufgrund des so wunderschönen Frühlingswetters sind die meisten Leute heute wohl eher im Biergarten zu finden und wir haben das Museum fast ganz für uns. Genießen Sie es und sehen Sie sich in Ruhe um, so wie jetzt ist es hier wirklich selten. Normalerweise herrscht hier ein ziemliches Gedränge, besonders weil ein Teil des Gebäudes während der letzten drei Monate wegen Renovierung geschlossen war. Unser Rundgang durch das Museum dauert ungefähr zweieinhalb Stunden. Wir werden zunächst gemeinsam die Hauptausstellung, die für uns heute von besonderem Interesse ist, besuchen. Danach haben Sie noch Gelegenheit, die Sonderausstellung im 2.Stock zu besuchen, wenn Sie möchten. Dort gibt es eine wirklich interessante Foto-Ausstellung von jungen Münchner Fotografen und wie sie die Stadt sehen, die ja für viele Einheimische die schönste Stadt der Welt ist. Oder soll ich lieber Dorf sagen? Schließlich wird die Stadt oft genug als solches verspottet. Zu Unrecht, wie ich finde. Außerdem können Sie sich bei Interesse noch die Sammlung „Musik“ ansehen. Um 16 Uhr treffen wir uns dann alle wieder hier im Eingangsbereich, direkt gegenüber dem Café. Ihre Taschen können Sie an der Garderobe dort drüben abgeben. Viele verbinden mit München vor allem das Oktoberfest und schöne Biergärten. Einige haben besonders die bayerische Küche im Blick, wenn sie an München denken. Aber ich kann Ihnen versichern, München ist noch viel mehr und hat viel mehr zu bieten als Weißwurst und Lederhose. Doch wofür steht nun eigentlich München? Wir wollen dieser Frage heute hier im Museum vor allem historisch nachgehen und sehen, welche Ereignisse haben München auch zu dem gemacht, was es heute ist. Ich werde Ihnen zu jedem Abschnitt jeweils ein paar einführende Informationen präsentieren. Dann können Sie sich alles erstmal allein ansehen und dann werde ich Ihre Fragen zu den einzelnen Themen beantworten. Im Anschluss sollten Sie einen der schönen Biergärten besuchen, die es hier überall gibt. Wir haben zwar hier rund um das Stadtmuseum auch einige moderne Cafés und schicke Restaurants, aber die finden Sie ja in jeder Stadt. Doch jetzt ersteinmal zu unserer Ausstellung, bitte folgen Sie mir hier entlang …

Questions 16 and 17 and 18 and 19 and 20 and 21 and 22

Sie sind an einer Bushaltestelle und hören wie sich ein Mann und eine Frau über ein Fest unterhalten. Florian: Hey, hallo Nadia! Nadia: Hallo Florian, wie geht’s? Florian: Gut, danke und dir? Nadia: Bei mir ist alles ok soweit. Hab ein ziemlich aufregendes Wochenende hinter mir. Florian: Ach ja, du wolltest ja am Samstag zu einem Fest, oder? Nadia: Ja richtig, es war ein Geburtstagsfest. Anna, die Freundin meiner Mutter, wurde 50. Ihr Mann ist Diplomat und die beiden haben ein großes Fest gemacht. Es waren an die 60 Leute eingeladen. – Schon sehr speziell, wie die wohnen. Florian: Schön? Nadia: Ja, und wie, so ein richtiges Traumhaus: Eine große Eingangshalle, wunderschöne alte Möbel überall – na, und dann, eine riesige Terrasse. Also falls ich mal sehr viel verdienen sollte, so ein Haus, das wär schon was. Florian: Hm, und deine Mutter, war die auch da? Nadia: Ja, und sie musste mich natürlich allen Leuten vorstellen, ist ja klar … Florian: Ja, klar … Nadia: „Das ist meine Tochter, sie studiert an der Universität Wien – Medienwissenschaft, sie will später nämlich mal zum Fernsehen und dann dort Reportagen machen.“ Ganz schön peinlich … Florian: Und das Essen? Nadia: Das war natürlich auch vom Feinsten, zuerst ein kaltes Buffet mit jeder Menge Spezialitäten und danach noch drei-vier Hauptgerichte zur Auswahl. Nachspeisen gab es natürlich auch. Florian: Mhm … Nadia: Aber das Beste auf dem Fest war die Musik. Der Klavierspieler war genial; ein toller Typ und Vollblutmusiker, das hab’ ich sofort bemerkt … Ich habe mich jedenfalls gleich neben das Klavier gesetzt, um alles genau mitzukriegen. Und dann fragte mich doch der tatsächlich, ob ich auch Musik mache! Florian: „Ja“, sage ich, „ich spiele Querflöte und Klavier, aber nur so ab und zu, als Hobby ...“ Und? Nadia: Nun, ich glaub, ich hätte besser nix gesagt, denn so nach circa zwei Stunden am Klavier brauchte der Pianist eine Pause, und da er ja jetzt wusste, dass ich auch Klavier spiele, meinte er, ich solle mich doch während seiner Pause an seinen Platz setzen und ein bisschen was vorspielen … Florian: Oh nein … Nadia: Ja, das habe ich auch gedacht, aber irgendwie hat er mich überredet, ich setz mich also ans Klavier und da konnte ich gar nicht mehr anders, als was zu spielen … Florian: Echt; vor allen Leuten? Nadia: Genau! Ich hab dann ein paar klassische Lieder gespielt, die ich ganz gut kann; aber dann wollte einer der Gäste Jazz hören. Zum Glück kam genau in dem Moment der Pianist aus seiner Pause zurück!! Florian: Da hattest Du ja richtiges Glück. Nadia: Ja, ich war echt froh und als wir dann nach Mitternacht gingen, hat er immer noch Jazz gespielt ... Florian: Und am Sonntag? Nadia: Ach, am Sonntag habe ich zuerst einmal lange geschlafen und am Nachmittag habe ich dann mit ein paar Freunden einen Ausflug in die Berge gemacht. Und was uns da passiert ist, das ist eine andere Geschichte. Florian: Die musst du mir unbedingt morgen erzählen. Nadia: Mach ich. Ah, da kommt mein Bus. Jetzt muss ich aber los. Bis morgen. Florian: Tschau dann.

Questions 23 and 24 and 25 and 26 and 27 and 28 and 29 and 30

Der Moderator der Radiosendung „Diskussion am Abend“ diskutiert mit den Eltern Dana Schneider und Florian Bader zum Thema „Sollen kleine Kinder in die Kinderkrippe gehen?“. Moderator: Liebe Hörerinnen und Hörer, hallo und willkommen bei der „Diskussion am Abend“! Das ist heute unser Thema. „Sollten Kinder in die Kinderkrippe gehen oder nicht?“. Dazu haben wir Frau Dana Schneider eingeladen; sie hat zwei Kinder zu Hause, die 2 und 5 Jahre alt sind. Unser zweiter Studiogast ist Florian Bader, dessen 3-jährige Zwillinge seit einem Jahr in die Kinderkrippe gehen. Frau Schneider, Sie wussten schon vor der Geburt Ihrer Kinder, dass Sie sie nicht in die Kinderkrippe schicken würden. Warum? Fr. Schneider: Weil die ersten drei Jahre für ein Kind von großer Bedeutung sind. In diesen drei Jahren brauchen Kinder eine feste Bezugsperson und ich würde nicht wollen, dass meine Kinder zur Erzieherin „Mama“ sagen. Moderator: Tun Ihre Kinder das denn, Herr Bader? Hr. Bader: Nein, natürlich nicht. Unsere Kinder wissen genau, wer die „Mama“ ist, nämlich meine Frau. Aber sie lernen, dass sie auch auf andere Leute hören müssen, und das ist für ihr soziales Verhalten bestimmt sinnvoll. Fr. Schneider: Das soziale Miteinander lernen die Kinder sowieso später. Mein fünfjähriger Sohn geht seit einem Jahr in den Kindergarten und lernt jetzt, wie er mit anderen Kindern zusammen spielen kann. Unter drei Jahren brauchen Kinder keine gleichaltrigen Kinder, sondern vor allem ihre Bezugsperson. Moderator: Hm, ja, unter drei Jahren beschäftigen sich Kinder ja meist auch gut mit sich selber und spielen eher mit Dingen als mit anderen Kindern … Aber: Ist es denn nicht eher eine finanzielle Frage, Kinder in die Kinderkrippe zu schicken, damit die Eltern arbeiten können? Herr Bader, wie ist denn das bei Ihnen? Hr. Bader: Es ist weniger eine finanzielle Frage als einfach die Tatsache, dass weder meine Frau noch ich drei Jahre aus dem Beruf aussteigen können. Stellen Sie sich vor, Sie arbeiten drei Jahre nicht und wollen dann weiter Karriere machen. Dann verlieren Sie nicht nur die drei Jahre, sondern auch alles, was Sie sich zuvor erarbeitet haben. Fr. Schneider: Warum haben Sie überhaupt Kinder, wenn Ihnen Ihre Karriere so wichtig ist? Kinder sollten doch das Wichtigste in Ihrem Leben sein. Da kann man doch auf ein paar Jahre Karriere verzichten. Hr. Bader: Das mag sein. Aber muss man wirklich das eine für das andere aufgeben oder austauschen? Warum kann man nicht beides haben? Meine Frau war als Kind selber in der Kinderkrippe und es hat ihr nicht geschadet. Unsere Kinder gehen gern in die Krippe, sie haben ihre Freunde dort und erzählen abends begeistert von den Spielen, die sie gemacht haben. Moderator: Ein Vorteil einer Kindertagesstätte, den Sie da ansprechen, ist, dass die Kinder beschäftigt sind – Spiele kennenlernen und Erfahrungen machen, die Eltern ihren Kindern zu Hause vielleicht nicht bieten können. Haben Sie dem etwas entgegenzusetzen, Frau Schneider? Fr. Schneider: Nun ja, in einer idealen Kindertagesstätte wäre das vielleicht wirklich so. Aber ist es nicht eher so, dass die Erzieherinnen bei so vielen Kindern gar keine Zeit für das einzelne Kind haben? Mit ein wenig Recherche und Phantasie kann ich meinen Kindern deutlich mehr bieten als die drei Erzieherinnen den 12 Kindern in ihrer Gruppe. Hr. Bader: Das ist bei unserer Kinderkrippe eigentlich kein Problem. Unsere Kinder sind in einer Gruppe mit acht Kindern und bekommen sicher genug Aufmerksamkeit. Sie sollen ja gerade lernen, alleine etwas zu machen und sich dann nur an die Erwachsenen zu wenden, wenn sie etwas brauchen. Moderator: Es kommt also auch auf die Kinderkrippe an! Hr. Bader: Ja, das denke ich auch. In einigen Krippen gibt es schon Probleme. Bei uns im Dorf ist das nicht so schlimm, aber in so mancher Kindertagesstätte fehlen inzwischen die finanziellen Mittel. In einigen Kinderkrippen müssen die Eltern schon Papier und Stifte mitgeben, damit die Kinder malen können, wie ich gehört habe. Da fragt man sich, woran sonst noch gespart wird! Moderator: Also sollten Kinderkrippen finanziell besser gefördert werden! Frau Schneider, wie stehen Sie dazu? Ist es sinnvoll, dass Kinderkrippen von unseren Steuern bezahlt werden? Sie haben ja nichts davon! Fr. Schneider: Nun ja, das finanzielle Argument sehe ich schon ein. Wer nicht genug Geld hat, um zu Hause zu bleiben, soll ja trotzdem Kinder kriegen können. Daher würde ich den Bau und den Unterhalt von Kinderkrippen und Kindertagesstätten nicht ablehnen, denn das kommt der ganzen Gesellschaft zugute. Aber ich finde es nicht gut, wenn Kinder in die Krippe abgeschoben werden, damit die Eltern ihren persönlichen Zielen hinterherjagen können. Hr. Bader: Wir schieben sie ja nicht ab! Sie verbringen den Tag in einer kinderfreundlichen, warmen, qualifizierten Umgebung mit anderen Kindern, anstatt sich zu Hause mit uns zu langweilen. Moderator: Vielleicht hängt es ja auch von den Menschen ab: der eine möchte die ersten Jahre seines Kindes intensiv erleben, der andere möchte oder kann nicht auf seine Arbeit verzichten und dennoch dem Kind eine schöne Kindheit bieten. Die Diskussion scheint wohl endlos … FR. S. + Hr. B.: Mhm ... Moderator: Herr Bader, Frau Schneider, ich bedanke mich für Ihre Zeit und dass Sie uns Ihre Meinung zum Thema gesagt haben. Liebe Hörerinnen und Hörer, ich wünsche Ihnen einen schönen Abend und bis nächste Woche bei der „Diskussion am Abend“ ...

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Timed, with the original audio and the plays the exam itself prescribes, just like the real Hören module.

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