Goethe-Zertifikat B1 · Modellsatz Jugendliche Listening Transcript
Every listening script from the Goethe-Zertifikat B1 · Modellsatz Jugendliche sample set, in question order, Q1 to Q30. Read along here, or take the timed mock exam with the original audio.
Questions 1 and 2
Du hörst folgende Nachricht auf der Mobilbox deines Telefons. Hallo, hier ist Jasmin! Ich rufe wegen deiner Party heute Abend an. Ich komme ganz bestimmt, werde mich aber etwas verspäten, weil ich meinen Bruder zum Bahnhof bringen muss. Ich freue mich schon sehr auf die Party. Soll ich etwas zum Essen mitbringen? Ich könnte Brötchen machen. Kuchen geht leider nicht, denn Backen ist nicht so mein Ding, wie du ja weißt. Ach ja, ich hab noch Cola und Orangensaft zu Hause. Das bring ich auf jeden Fall mit. Also bis später! Tschüs!
Questions 3 and 4
Du hörst den Wetterbericht im Radio. Das Wetter bleibt auch weiterhin unbeständig. Wolken, Sonne und Regen wechseln sich diese Woche ab. Heute und morgen sind im Westen und Süden Gewitter möglich. Erst übermorgen bleibt es trocken, aber die Badehose muss auch dann noch im Schrank bleiben. Die Höchsttemperatur beträgt 13 Grad, im Süden sind bis zu 16 Grad möglich. Erst im Laufe der nächsten Woche bessert sich das Wetter und wir haben wieder heiße und sommerliche Temperaturen mit bis zu 30 Grad.
Questions 5 and 6
Du hörst folgende Nachricht auf der Mobilbox deines Telefons. Hallo Thomas! Hier spricht Marc. Ich ruf’ an, weil du heute nicht in der Schule warst. Vergiss nicht, morgen haben wir den Ausflug mit unserer Klasse. Wir treffen uns um 07.45 Uhr am Bahnhof und fahren mit dem Zug nach München. Am meisten freue ich mich auf den Olympiapark. Wir haben aber auch 3 Stunden Zeit, um uns in der Stadt umzuschauen. Denk daran, 20 Euro für die Fahrt und das Mittagessen mitzunehmen. Ruf an, falls du noch was wissen willst. Bis morgen!
Questions 7 and 8
Du hörst eine Durchsage im Schwimmbad. Achtung, liebe Badegäste, wir bitten um Ihre Aufmerksamkeit! Unser Bad schließt heute wegen des Feiertags bereits um 19 Uhr. Wir bitten Sie deshalb, die Schwimmbecken und das Schwimmareal nun zu verlassen und sich zu den Umkleidekabinen zu begeben. Bitte achten Sie darauf, dass Sie nichts vergessen. Das Schwimmbad-Restaurant ist noch bis 20 Uhr geöffnet. Wir danken Ihnen, dass Sie heute bei uns waren und hoffen, Sie bald wieder im Hallenbad Schönbühl begrüßen zu dürfen.
Questions 9 and 10
Du hörst eine Ansage im Radio. Wartest du schon lange darauf, dass mal wieder dein Lieblingslied im Radio kommt? Oder willst du lieber um einen tollen Preis spielen? Bei unserem Zuhörer-Spiel „Song oder Gong“ musst du dich entscheiden: Wählst du „Song“, erfüllen wir deinen Musikwunsch. Entscheidest du dich für „Gong“, kannst du einen super Preis gewinnen. Dazu musst du nach dem Gong nur eine einzige Aufgabe lösen: zum Beispiel hast du 30 Sekunden Zeit, fünf Tiere mit dem Anfangsbuchstaben „E“ zu nennen … Was wählst du also: Song oder Gong? Ruf uns JETZT im Studio an und sei dabei ...
Questions 11 and 12 and 13 and 14 and 15
Du nimmst an einer Wander-Tour teil und hörst die Informationen zu Beginn der Tour. Hallo zusammen … ! Ja hallo … jetzt aber Ruhe bitte! Mein Name ist Andy, ich bin für die nächsten fünf Tage euer Bergführer. Schön, dass ihr da seid, ich freu‘ mich auf die Woche mit euch. Seid ihr denn bereit für unsere Tour? Ok. Zuerst bekommt ihr aber noch ein paar wichtige Informationen von mir. Hört bitte gut zu, ich möchte nicht alles dreimal sagen. Also, wir sind hier in Altstätten im Kanton Sankt Gallen, auf 465 Metern Höhe. Heute werden wir erst mal nur eine kurze Strecke nach Eichberg wandern, das sind etwa eineinhalb Stunden. Dort werden wir dann abends gemeinsam grillieren, und wir haben dann auch Gelegenheit, uns etwas kennenzulernen. Dann werden wir zum ersten Mal eine Nacht im Heu schlafen, bevor es dann morgen richtig losgeht. In den nächsten fünf Tagen werden wir jeden Tag etwa 5-6 Stunden wandern, übrigens meist über Wiesen und feste Wege, aber hin und wieder wird der Weg auch sehr steil oder etwas rutschig sein. Ich hoffe drum, dass ihr richtige Wanderschuhe von zu Hause mitgebracht habt? Wer nur Sportschuhe dabei hat, für den geht die Wanderung am dritten Tag nicht. Der muss dann ein Busticket kaufen und zum nächsten Schlaflager fahren. Ach ja, noch wegen dem Essen: Heute Abend werden wir in Eichberg unsere Rucksäcke füllen. Ihr bekommt dort das Essen und die Getränke für morgen, dazu ein paar Süssigkeiten und Pflaster für Notfälle. So machen wir das dann die ganze Woche: Das Essen und die Getränke für den jeweils nächsten Tag bekommt ihr jeden Abend dort, wo wir schlafen. Wer viel Hunger hat, kann sich morgens beim Frühstück auch noch zwei, drei Brote selber machen. Wandern macht ja echt keinen Spass, wenn man ständig Hunger hat. Ja, und bitte, kontrolliert vor und nach jeder Wanderung, dass ihr alles Wichtige in eurem Rucksack habt und sagt mir, wenn euch etwas fehlt. Ah ja, noch etwas Wichtiges: Ich denke, ich muss keinem von euch sagen, dass ihr bitte aufpasst, wenn wir unterwegs sind: Schaut immer darauf, dass ihr bei der Gruppe bleibt! Es wäre wirklich blöd, wenn wir jemanden suchen müssten. Und – bevor ich’s vergesse: denkt daran, dass wir in der Natur unterwegs sind: laute Musik von euren Handys und so weiter, das geht gar nicht, weil wir die Tiere und Pflanzen in unserer Umgebung nicht stören wollen. Und bitte packt auch euren Abfall immer ein, wenn wir gepicknickt haben. So, das war’s also an Infos, und nun kann’s losgehen.
Questions 16 and 17 and 18 and 19 and 20 and 21 and 22
Du sitzt in der Straßenbahn und hörst, wie sich eine Schülerin und ein Schüler, Klara und Julian, unterhalten. Julian: Hey Klara! Klara: Hey Julian! Hast du schon gehört? Wir haben tatsächlich gewonnen! Julian: Gewonnen? Was? Klara: Ach Mensch, das hab ich dir doch erzählt! Alle neunten Klassen haben beim Landeswettbewerb Fremdsprachen mitgemacht! Wir haben doch schon ewig an diesem Theaterstück auf Spanisch und Englisch geübt! Das hab ich dir doch aber erzählt. Julian: Ach sooo. Aber ich kann nun mal kein Spanisch, und Englisch ist auch echt langweilig! Wenn du mir von „Jugend forscht“ erzählt hättest, dann … Klara: Haha, ihr und eure Naturwissenschaften. Dann erzähl ich dir eben nicht davon. Julian: Ach komm, war nur‘n Witz. Ich weiß schon: Theater, Englisch, Spanisch, du hast den halben Text auf Spanisch geschrieben und dann aber lieber im englischen Teil mitgespielt. Siehst du? Ich hab dir zugehört! Und jetzt erzähl schon! Klara: Na gut … Wir waren echt aufgeregt. Die Leute von der 9/1 und 9/2 hatten ja so eine Art Musiktheater auf Französisch geschrieben. Musikalisch war das auch echt gut, aber naja, man hat kaum was von der Sprache verstanden. Sind eben keine richtigen Sprachenklassen. Sie haben aber trotzdem einen guten Platz gemacht und sich auch echt gefreut. Julian: Welchen denn? Klara: Den 25 Platz. Bei über 90 Teilnehmern eigentlich nicht übel, oder? Und dann waren wir dran. Mann, ich war so nervös, dass ich als allererstes mal meinen Text vergessen habe. Aber Moni hat einfach meine Zeile mitgesprochen, und dann wusste ich es auch wieder und konnte weiter machen. Hey, sie hat mich echt gerettet. Julian: Aber du hast doch extrem viel geübt? Klara: Ja, ich weiß, aber so ist das nun mal. Weißt du, wenn du plötzlich auf der Bühne stehst, so ganz im Kostüm und so, und du spürst die Blicke der Jury, dann ist das ganz anders als auf dem Heimweg in der Straßenbahn oder – oder bei den Proben. Julian: Na gut, das versteh ich. Und ihr habt echt gewonnen? 1. Platz und so? Klara: Ja! Irre, oder? Es war furchtbar knapp. Da war noch eine Klasse aus ähm … ich glaub aus Hannover oder so … ja und die haben eine echt geniale Komödie auf Englisch und Italienisch gemacht. Sie haben das Engalienisch genannt! Julian: Nicht sehr einfallsreich … Klara: Naja … es passte schon, weil es irgendwie auch um Engel ging und so. Also – echt süß. Die Geschichte war eigentlich besser als unsere. Aber ihre Kostüme waren wohl irgendwie auf der Reise nach Leipzig kaputt gegangen oder schmutzig geworden oder so, und da mussten sie improvisieren. Das hat man auch gesehen. Die waren irgendwie seltsam. Das hat sie dann Punkte gekostet, obwohl sie sonst so gut waren wie wir. Oder vielleicht sogar besser. Julian: Aha. Und was habt ihr nun gewonnen? Klara: Ey, das ist das Beste: Erstens dürfen wir beim Bundeswettbewerb teilnehmen, der ist irgendwann im Juli. Und wir können nächstes Jahr eine Klassenreise nach Spanien machen! Alles bezahlt! Wahnsinn, oder? – Au, hier ist meine Haltestelle, ich muss raus; bis bald! Julian: Tschüss Klara!
Questions 23 and 24 and 25 and 26 and 27 and 28 and 29 and 30
Die Moderatorin der Radiosendung „Pro und Kontra“ diskutiert mit dem Schulsprecher Andreas Firning und der Mathematik- und Biologielehrerin Helena Dreuer über Schuluniformen. Moderatorin: Hallo und willkommen bei unserer heutigen Gesprächsrunde zum Thema „Schuluniformen“. Sie sind zwar in Deutschland selten geworden, werden aber jetzt wieder ganz heiß diskutiert. Dazu begrüße ich im Studio Frau Helena Dreuer, Lehrerin am Boltzmann Gymnasium in Bremen, und Herrn Andreas Firning, den Schulsprecher dieses Gymnasiums. Frau Dreuer, an Ihrer Schule wurde die Schuluniform vor zwei Jahren wieder eingeführt. Was war dafür denn der Grund? Fr. Dreuer: Nun ja, wir hatte einige Problem mit Schülergruppen, wo es Konflikte gab, ausgelöst durch verschiedene Modetrends oder Stile. Es gab verschiedene Schülergruppen ... da hat sich jede Gruppe mit einer anderen Marke oder einem anderen Stil identifiziert. Die sind dann öfters aneinandergeraten. Sowas ist ja nicht unüblich und gehört ja auch zur Entwicklung der Persönlichkeit von jungen Menschen. Aber dann wurde es immer aggressiver und wir mussten einen Sicherheitsdienst für die Pausenaufsicht einstellen. Das war dann der Zeitpunkt, als wir mit den Eltern zusammen etwas dagegen unternehmen wollten, denn so ein starkes Markendenken hat einfach zu viele Probleme verursacht. Moderatorin: Dann ist das also in Zusammenarbeit mit den Eltern entstanden, wenn ich Sie richtig verstanden habe, denn in Deutschland darf ja die Schule selbst nicht vorschreiben, was Schüler anziehen müssen, Eltern dürfen das schon. Fr. Dreuer: Genau, das war eine wichtige Zusammenarbeit, denn ohne die Zustimmung der Eltern wäre das nicht möglich gewesen. In anderen Ländern ist das wohl so üblich, also in England zum Beispiel. England ist ja bekannt für seine Schuluniformen. Aber in Deutschland ist das nicht so einfach, so etwas einzuführen. Moderatorin: Frau Dreuer, es gab also häufig Konflikte, die zwischen den Schülern entstanden sind. Wie haben denn die Schüler selbst das erlebt, Herr Firning? Andreas: Das stimmt schon, das war oft ein Grund, warum jemand am Schulhof von einem anderen wegen seiner Marken-Jacke oder einer Marken-Hose angeredet wurde. Da ist dann oft wirklich Streit entstanden. Und ein paarmal ist das richtig ernst geworden und hatte auch Konsequenzen, mit Schulausschluss und so. Das ist jetzt viel besser geworden und am Pausenhof ist es auch viel ruhiger. Moderatorin: Und wie haben dann die Schüler auf die Einführung der Schuluniformen reagiert? Gab es da viele Proteste? Andreas: Viele sagen, dass eine Uniform langweilig aussieht und viele möchten aber die eigene Persönlichkeit über die Kleidung, den Stil ausdrücken– also diese Freiheit gibt es nicht mehr, das fehlt dann schon. Viele dachten am Anfang – glaube ich – sie müssen jetzt was richtig Konservatives anziehen. Wir haben dann einen Ideenwettbewerb in der Schule organisiert, also wie die Uniform aussehen soll. Am Ende gab es einen Preis für den besten Vorschlag. Die Uniformen sehen jetzt eigentlich ganz gut aus. Fr. Dreuer: Und darüber hinaus ist das Gefühl für die Gemeinschaft in der Schule auf jeden Fall besser geworden. Diese Cliquen gibt es jetzt weniger. Dafür gibt es jetzt mehr Gruppen, die sich aus Freunden bilden und nicht aufgrund des gleichen Kleidungsstils. Das Gemeinschaftsgefühl unter den Schülern ist jetzt stärker und in den Pausen gibt es deutlich weniger Ärger. Moderatorin: Das klingt ja richtig positiv. Nun sind aber Schuluniformen nicht mal so billig, da kann so ein Projekt an einer Schule schon teuer werden. Vor allem an einer öffentlichen Schule muss man ja ständig um finanzielle Mittel kämpfen. Wie wurde das an Ihrer Schule umgesetzt, Frau Dreuer? Fr. Dreuer: Also, da haben Sie Recht, das war nicht so einfach! Aber nicht nur die Schule, sondern auch die Eltern investieren einiges. Die Schule an sich bezahlt 30% der Ausgaben. Das ist fast wie Werbung – wie beim Trikot einer Fußballmannschaft. Moderatorin: Und spielen denn jetzt wirklich alle im selben Team, Herr Firning? Andreas: Naja, bei uns ist das ja eigentlich ein Handballteam, Fußball wird an unserer Schule nicht so viel gespielt. Nein, aber im Ernst: Wenn zum Beispiel mehrere Schüler auf den Bus warten, bei einer Haltestelle; das sieht dann jeder gleich, aha, die gehen aufs Boltzmann! Die Schüler fühlen sich nicht mehr allein und viele sind sogar stolz auf ihre Schule. Moderatorin: Sieht man denn auch im Unterricht einen Unterschied zu früher, als noch jeder Schüler und jede Schülerin anders ausgesehen haben, Frau Dreuer? Fr. Dreuer: Da hat sich schon einiges geändert, muss ich sagen. Ich merke mir die Namen der Schüler nur noch schwer, denn früher hatten sie eben noch unterschiedliche Kleidung an. Aber im Ernst: Ich glaube schon, dass die Aufmerksamkeit im Unterricht besser wurde, die sind einfach nicht mehr so abgelenkt und können sich mehr konzentrieren – wenn sie wollen, natürlich! Andreas: Ich glaube, im Unterricht hat sich da nicht so viel geändert, natürlich redet man jetzt eben über andere Sachen mehr als über Kleidung, mehr über Musik und Sport und so. Ich finde aber nicht, dass wir uns im Unterricht mehr auf das Lernen konzentrieren, das hängt eher vom Alter ab und vom Fach. Moderatorin: Ich danke Ihnen beiden für das interessante Gespräch, das Thema Schuluniformen bleibt also weiter in der Diskussion, meine lieben Hörerinnen und Hörer! Damit noch einen schönen Nachmittag!
Hear it under exam conditions
Timed, with the original audio and the plays the exam itself prescribes, just like the real Hören module.