Goethe-Zertifikat B1 · Übungssatz Erwachsene Listening Transcript

Every listening script from the Goethe-Zertifikat B1 · Übungssatz Erwachsene sample set, in question order, Q1 to Q30. Read along here, or take the timed mock exam with the original audio.

Questions 1 and 2

Sie hören folgende Nachricht auf der Mobilbox Ihres Telefons. Hallo, Schneyder hier vom Elektrogeschäft. Frau Hüttner, wir haben ja Ihren Fernseher hier. Unser Techniker hat ihn sich jetzt angesehen und es ist leider so, dass die Reparatur über 150 Euro kosten würde. Das lohnt sich eigentlich nicht, wir würden Ihnen empfehlen, lieber einen neuen zu kaufen, wir haben hier gerade sehr günstige Spezialangebote. Sagen Sie bitte bald telefonisch Bescheid, was wir machen sollen. Auf Wiederhören.

Questions 3 and 4

Sie hören folgende Nachricht auf der Mobilbox Ihres Telefons. Hallo Eva, hier ist Nina. Wie sieht es morgen mit unserer Fahrradtour aus? Ich bin gerade auf wetter. net: Es soll erst abends regnen. Wir könnten ja schon früher los und eine kleine Tour machen. Ich kenne eine schöne Strecke, auf dem Weg ist auch eine nette Gaststätte. Dann brauchen wir kein Essen einzupacken. Und denk diesmal dran, dir etwas zu trinken mitzunehmen. Treffen wir uns am Sportplatz? Ähm, der in der Nähe von deiner Wohnung. O.K.? Melde dich!

Questions 5 and 6

Sie hören eine Ankündigung im Radio. Und jetzt ist wieder „Zahltag“ bei uns! Wie wäre es, wenn jemand anderes Ihre Rechnungen bezahlt? Wer macht das schon freiwillig, fragen Sie sich? Wir – und zwar mit Vergnügen! Wir bezahlen Ihre Rechnung – egal wie hoch! Bewerben Sie sich mit dem Formular auf unserer Homepage: www.radiowest.de. Der Zufall entscheidet: Wenn Sie Ihre Rechnungsnummer bei uns im Programm hören, rufen Sie im Studio an – Sie haben 1 Minute Zeit, um sich zu melden. Jeden Montag bis Freitag ab 8.00 Uhr! Viel Glück …

Questions 7 and 8

Sie hören eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter. Hallo Herr Reitmann, hier ist Beate Steger von der Wohnungsverwaltung. Es geht um die Installation der neuen Heizungen. Wir müssen den Termin am Dienstag leider absagen. Unser Handwerker, Herr Pöllauer, ist krank. Er meldet sich bei Ihnen, wenn er wieder da ist. Ach, und noch etwas. Sie haben letzten Monat zu viel eingezahlt: Die automatische Mieterhöhung ist erst im nächsten Jahr fällig. Wir überweisen Ihnen den Betrag auf Ihr Konto. Wenn Sie Fragen haben, dann melden Sie sich einfach. Danke!

Questions 9 and 10

Sie hören eine Durchsage am Münchner Hauptbahnhof. Liebe München-Besucher! An unseren Fahrkartenschaltern erhalten Sie auch den Citypass für die Münchner Innenstadt. Der Pass beinhaltet ein Ticket, gültig für alle öffentlichen Verkehrsmittel in München und Umgebung und eine Vorteilskarte, mit der Sie bei vielen touristischen Attraktionen weniger bezahlen. Mit beiden haben Sie und Ihre Begleiter ein bis drei Tage lang die Gelegenheit, unsere Stadt günstig und bequem zu erkunden, und vielleicht ein Souvenir zu kaufen. Die Preise liegen zwischen 9,50 Euro und 27,50 Euro pro Person. Gute Fahrt.

Questions 11 and 12 and 13 and 14 and 15

Sie nehmen an einem einwöchigen Sportprogramm teil. Zu Beginn bekommen Sie einige Informationen. Hallo, ich bin Jonas. Ich möchte euch im Namen des gesamten Teams hier im Trainingszentrum Athletic-Zürich herzlich begrüßen und euch zu Beginn einige Informationen geben: Das Besondere an unserem Kurs ist natürlich zum einen, dass ihr ein Fitnesszertifikat des Schweizer Sportbundes erwerben könnt; zum anderen sind wir hier kein reiner Hotelbetrieb, das heißt hin und wieder ist eure Mitarbeit gefragt, z. B. bei der Verpflegung. Klar, dass dieses Thema für jeden Sportler eine zentrale Rolle spielt. Deshalb arbeitet ihr mit unseren Experten täglich die Speisepläne aus und entscheidet, was die Küche am nächsten Tag zum Mittag- und Abendessen für euch kocht. Und aufgepasst: Das Gesundheitsfrühstück werdet ihr gruppenweise jeden Morgen sogar selbst zubereiten. Ja, da kommt dann jeder mal dran. Das Frühstück ist um 7:30 Uhr. Um halb sieben beginnt das Frühsportangebot. Die Teilnahme empfehlen wir dringend, auch wenn es natürlich keine Pflicht ist und auch nicht zum Zertifikatsprogramm gehört. Aber ihr seid ja alle super in Form und habt damit die Chance, aktiv in den Tag zu starten. Bei gutem Wetter findet dieses Programm immer auf dem Rasenplatz vor der Sporthalle statt, bei Regen im Gymnastikraum im Keller des Hallenbads. Die Trainingsstunden für das Fitnesszertifikat sind täglich von 9 bis 12 Uhr und von 15 bis 18 Uhr, d. h. Ihr könnt jeweils ohne Voranmeldung ganze Vormittage oder Nachmittage Lauftraining machen, schwimmen, Velo fahren und die verschiedenen Ball- oder Kampfsportarten betreiben. Für die ganztätige Fahrradtour durch Zürich am Mittwoch, bitten wir um vorherige Anmeldung – und zwar beim Abendessen am Dienstag. Auch für die Tennisstunden an den Nachmittagen müsstet ihr jeweils am Vormittag bis zur Mittagspause Bescheid geben, um wieviel Uhr ihr trainieren möchtet. Ganz besonders hinweisen möchte ich euch auf unsere Abendveranstaltung: Am Mittwoch besucht uns Herr Huber vom Sportgeschäft Gubler und gibt euch Tipps für die passende Sportbekleidung. Wer möchte, kann Sportschuhe, einen Gymnastik- oder Jogginganzug direkt an dem Abend erwerben. Am Donnerstagabend bieten wir euch einen Vortrag der Sportwissenschaftlerin Ingrid Ziegler von der Universität Zürich mit dem Titel „Aktuelle Methoden im Training mit Jugendlichen“. Die ganz Trainingsfleißigen können an all diesen Abenden alternativ natürlich auch bis 22 Uhr zum Schwimmen in das Hallenbad. Freuen können wir uns auf die große Abschlussfeier am Freitag ab 20 Uhr mit einem traumhaften Buffet. Wenn ihr mindestens zehn Trainingseinheiten gemacht habt, bekommt ihr dann euer Fitnesszertifikat. Außerdem darf ich euch einen Auftritt der Tanzsportgruppe Basel ankündigen. So, das war’s zunächst mal von meiner Seite. Ich wünsche euch allen viel Spaß! Gibt‘s noch Fragen?

Questions 16 and 17 and 18 and 19 and 20 and 21 and 22

Sie sitzen in der Straßenbahn und hören, wie sich eine Frau und ein Mann, Elena und Fabian, über das Wochenende unterhalten. Elena: Hey Fabian. Na, wie war dein Wochenende? Fabian: Hallo Elena. Ganz okay. Wir haben gar nicht so viel unternommen, meine Freundin war fast nur im Büro, sie musste noch eine Präsentation für Montag vorbereiten. Aber am Samstagabend waren wir im Kino, man kann ja nicht nur arbeiten. Und bei dir? Elena: Ach, bei mir war’s super. Ich war mit meiner Schwester von Freitag bis Sonntag in den Bergen. Den ganzen Tag nur Wandern. Da ist man am Abend ganz schön müde und erschöpft, kann ich dir sagen. Aber man kann so richtig abschalten und vergisst den Alltag komplett. Fabian: Das kann ich mir gut vorstellen. Und wo habt ihr da geschlafen? Elena: Also, gute Freunde von meiner Schwester haben ein kleines Haus in den Bergen und dort konnten wir wohnen. Aber gleich nebenan gibt es eine gemütliche, kleine Pension, mit wirklich attraktiven Preisen und netten Zimmern. Vielleicht wollt ihr ja das nächste Mal mitkommen? Fabian: Gute Idee. Da brauche ich aber erst mal neue Wanderschuhe. Meine sind schon ganz kaputt. Vielleicht bestelle ich mir welche im Internet, da habe ich ganz günstige gesehen. Elena: Stell dir vor, ich hatte meine Wanderschuhe zu Hause liegen lassen und habe das erst bemerkt, als wir schon fast da waren. Zum Glück war in dem Ort ein Geschäft mit Sportsachen und ich konnte mir noch welche besorgen. Fabian: Oh, du bist aber auch vergesslich. Und wie war das Wetter? Elena: Da hatten wir auch Glück. Die Wettervorhersage war ja eher nicht so toll. Für Samstag war Regen angesagt und es sollte ja auch kühl sein. Aber dann war alles ganz anders und die Regenjacken mussten wir kein einziges Mal auspacken. Fabian: Ihr wart das ganze Wochenende dort, wie viele Kilometer seid ihr denn insgesamt marschiert? Elena: Hmh, das weiß ich gar nicht genau, auf jeden Fall mehr als geplant. Fabian: Echt? Wieso denn das? Elena: Na ja, wir haben am Sonntagvormittag irgendwo den falschen Weg genommen, das ist mir eigentlich noch nie passiert. Aber erst nach einer Zeit ist uns klar geworden, dass das nicht stimmen kann. Mein Handy hatte auch keinen Empfang. Zum Glück kam uns irgendwann eine Gruppe von Wanderern entgegen und die haben uns dann den Weg gezeigt. Fabian: Na, das klingt ja alles aufregend. Da fährst du doch bestimmt nächstes Wochenende gleich wieder zum Wandern, oder? Elena: Na ja, erst in drei Wochen wieder. Da kommt dann auch meine Cousine mit. Die ist, genau wie ihr Mann, ein echter Bergprofi und sie hat schon alles geplant, da kann nichts schiefgehen. Vielleicht kommt auch meine Nachbarin mit, sie liebt die Berge. Sag doch einfach Bescheid, wenn ihr auch kommen wollt. Mmh, nächstes Wochenende entspanne ich mich erst mal auf dem Sofa. Jedes Wochenende ist mir das zu anstrengend. Ah, da ist ja meine Haltestelle. Ich muss aussteigen. Ciao Fabian. Fabian: Bis bald, Elena.

Questions 23 and 24 and 25 and 26 and 27 and 28 and 29 and 30

Im Radio spricht der Moderator der Sendung „Rund um Deutschland“ mit dem Sprachforscher Wolfgang Meyer und mit Angelika Steffens, der Elternsprecherin in der Klasse ihres Sohnes, über das Thema Fremdsprachen. Moderator: Herzlich willkommen bei unserer Sendung. Heute geht es um ein spannendes Thema, dem man immer häufiger an deutschen Kindergärten und Schulen begegnet: Sollen unsere Kinder Fremdsprachen lernen? Ich begrüße meine Gäste, Frau Steffens, ... Steffens: Hallo. Moderator: Elternsprecherin der Grundschulklasse ihres Sohns und Herrn Meyer, ... Meyer: Hallo. Moderator: ... Sprachforscher an der Uni Mannheim. Moderator: Herr Meyer, in Ihren Artikeln sprechen Sie sich oft für das Erlernen von Fremdsprachen aus. Was sagt die Wissenschaft zu diesem Thema? Meyer: Also aus der Sicht der Wissenschaft sind Kinder besonders fähig, zwei oder sogar mehrere Sprachen zu lernen. Sie empfinden es nicht als schwierig, sondern nehmen diese Sprachen ganz einfach und natürlich auf. Das ist ... hmm ... vergleichbar mit Fahrradfahren oder Schwimmen. Das Lernen von anderen Sprachen hat viele Vorteile und sollte deshalb gefördert werden, vor allem in den jungen Kindergarten- und Schuljahren. Moderator: Mmh, Frau Steffens, Sie haben ein Kind in diesem Alter und sagen, dass es für Ihr Kind zu schwierig ist, eine zweite Sprache zu lernen. Stimmt das? Steffens: Nein, nicht ganz. Ich bin ja nicht grundsätzlich gegen das Erlernen von Fremdsprachen. Fremdsprachen sind ja heute vor allem im beruflichen Leben sehr gefragt. Aber ich bin der Meinung, dass man sich erst auf die Muttersprache konzentrieren muss. Moderator: Das ist ja eine verbreitete These: Wenn man seine eigene Sprache nicht kann, dann kann man auch eine andere nicht gut lernen. Dann beherrschen die Kinder später vielleicht keine Sprache richtig. Ist das denn so, Herr Meyer? Meyer: Ich kenne diese Meinungen natürlich. Es gibt aber keinen Grund zur Sorge, denn die Muttersprache ist und bleibt die erste und somit wichtigste Sprache. Eine zweite Sprache zu lernen, ist keineswegs mit Schwierigkeiten oder großem Aufwand verbunden. Schwierig wird es erst bei Erwachsenen, die eine Fremdsprache lernen möchten. Steffens: Ich sehe das anders. Mein Sohn hat ohnehin viele Hausaufgaben, wenn er noch eine zweite Sprache in der Schule hätte, dann müsste er noch mehr vorbereiten. Ich bin dafür, dass man erst ab den Klassen 6 oder 7 mit einer anderen Sprache anfängt. Moderator: Herr Meyer, Sie behaupten in Ihren Artikeln, dass Kinder in jungen Jahren, ich zitiere, „Sprachen wie einen Schwamm aufsaugen“. Meyer: Ja, genau. Zahlreiche Tests und internationale Studien haben das längst bewiesen. Ideal ist es natürlich für Kinder, deren Eltern aus unterschiedlichen Ländern kommen und deshalb zwei verschiedene Sprachen sprechen. Bei diesen Kindern kann man wunderbar sehen, wie sie die Sprachen aufnehmen. Das ist für sie etwas ganz Natürliches. Steffens: Natürlich schon. Aber diese Kinder haben ein anderes Problem. Meyer: Was meinen Sie damit konkret, Frau Steffens? In unseren Untersuchungen haben wir viele zweisprachige Familien befragt und die Kinder hatten keine Probleme beim Sprachenlernen. Steffens: Ich kenne eine Familie, in der der Vater Franzose ist und die Mutter Britin. Die Kinder haben beide Sprachen gelernt. Und aus dieser Zweisprachigkeit hat sich folgendes Problem entwickelt: Die Kinder sprechen Englisch mit vielen französischen Wörtern und umgekehrt. Wenn die Kinder etwas sagen möchten, dann wählen sie das Wort in der Sprache, die ihnen am schnellsten einfällt. Moderator: Herr Meyer, was sagen Sie zu diesem Beispiel? Meyer: Ja, ich nehme an, dass diese Kinder nur deshalb von einer Sprache zur anderen springen, weil sie wissen, dass die Eltern ihre Aussagen verstehen. Aber mit einem Engländer würden die Kinder natürlich nur Englisch und mit einem Franzosen nur Französisch sprechen. Moderator: Da möchte ich noch einen anderen Punkt ansprechen. Durch Sprachen lernen wir doch auch andere Kulturen und andere Länder besser kennen. Ist das nicht so, Herr Meyer? Meyer: Genau. Allgemein kann gesagt werden, dass Sprecher von zwei oder mehreren Sprachen sich viel mehr für andere Länder und Kulturen interessieren als Sprecher einer einzigen Sprache. Und das kann heutzutage nur etwas Gutes sein. Steffens: Ja, aber für die Kinder spielt das doch gar keine Rolle. Wenn wir in die Ferien fahren, brauchen Kinder eigentlich gar keine Sprache. Mit anderen Kindern verstehen sie sich auch ohne Worte und spielen zusammen. Moderator: Das kann gut sein. Aber was bedeutet das denn für den Unterricht, Herr Meyer? Meyer: Unterricht kann ja auch spielerisch sein und Spaß machen. Die Kinder sollen zum Beispiel Lieder auf Englisch lernen und kurze Filme sehen. Also, es gibt da viele Möglichkeiten. Steffens: Vielleicht würde das etwas ändern. In der Schule meines Sohnes lernen die Kinder im Moment eigentlich nur Vokabeln. Das halte ich für wenig sinnvoll. Ich möchte einfach, dass Kinder in der Schule so lernen, wie es ihrem Alter entspricht. Sie sind einfach keine kleinen Erwachsenen. Moderator: Sie sehen, liebe Hörerinnen und Hörer, Fremdsprachen sind ein ewiges und sehr spannendes Diskussionsthema. Ich bedanke mich bei meinen Gästen und bei Ihnen fürs Zuhören, Ihre Mails und Ihre Aufmerksamkeit.

Hear it under exam conditions

Timed, with the original audio and the plays the exam itself prescribes, just like the real Hören module.

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