Goethe-Zertifikat B1 · Übungssatz Jugendliche Listening Transcript
Every listening script from the Goethe-Zertifikat B1 · Übungssatz Jugendliche sample set, in question order, Q1 to Q30. Read along here, or take the timed mock exam with the original audio.
Questions 1 and 2
Du hörst folgende Nachricht auf der Mobilbox deines Telefons. Hallo! Ich bin’s, der Luca. Schade, dass wir nicht schon heute gehen, aber morgen um sechs passt mir auch. Ich habe vorher Training und komm dann ein paar Minuten später. Aber ich bin rechtzeitig zum Filmbeginn da. Am Anfang zeigen sie ohnehin nur langweilige Werbung. Kannst du vielleicht schon mal die Karten kaufen? Ruf mich doch bitte kurz zurück, ob das für dich okay ist. Ach ja, und wo finde ich dich dann? Wartest du bei der Kasse oder gleich oben im Kinosaal? Tschüs!
Questions 3 and 4
Du hörst im Radio folgende Informationen: Die Jugendfeuerwehr Leutkirch veranstaltet wieder ein Wohltätigkeitsfest! Dabei gibt es auf dem Flohmarkt Kinder- und Jugendkleidung, Bücher, Spielzeug, elektronische Spiele und vieles mehr – neu oder gebraucht – alles zu Tiefstpreisen! Die Jugendlichen der Jugendfeuerwehr betreuen auch die Ausgabe von gratis Getränken und kostenlosem Eis. Außerdem spielt eine Jugendband der Feuerwehr Live-Musik! Alle Einnahmen aus der Veranstaltung gehen an Not leidende Kinder in Deutschland. Also geht hin – am 23. Juni zwischen 8:00 und 18:00 Uhr zum Sportplatz in Leutkirch und bringt möglichst viele Leute mit!
Questions 5 and 6
Du hörst eine Meldung im Radio. Hallo, Jungs und Mädels, und jetzt ist eure Meinung gefragt. Wer von den drei Sängerinnen – Jana, Christine oder Miriam – soll Mitglied in der Girly-Band Princess werden? Macht mit bei der Umfrage auf unserer Website www.popstars.ch. Dort findet ihr zu eurer Favoritin außerdem Videos, Foto-Galerien und Backstage-Informationen. Und im Net-Forum könnt ihr mit anderen über die Popstars diskutieren. Macht mit, geht online und wählt eure Lieblingskandidatin!
Questions 7 and 8
Du hörst eine Durchsage am Bahnhof. Liebe München-Besucher! An unseren Fahrkartenschaltern erhalten Sie auch den Citypass für die Münchner Innenstadt. Der Pass beinhaltet ein Ticket, gültig für alle öffentlichen Verkehrsmittel in München und Umgebung und eine Vorteilskarte, mit der Sie bei vielen touristischen Attraktionen weniger bezahlen. Mit beiden haben Sie und Ihre Begleiter ein bis drei Tage lang die Gelegenheit, unsere Stadt günstig und bequem zu erkunden, und vielleicht ein Souvenir zu kaufen. Die Preise liegen zwischen 9,50 Euro und 27,50 Euro pro Person. Gute Fahrt.
Questions 9 and 10
Du hörst folgende Nachricht auf der Mobilbox deines Telefons. Hallo Sandrine, hier ist Nadja vom Lerninstitut. Du hättest morgen um 15 Uhr eine Mathematik-Stunde bei uns. Leider ist Frau Birbaum erkrankt und wir müssen den Termin verschieben. Kannst du vielleicht auch morgen um 17 Uhr kommen? Da könntest du gemeinsam mit zwei anderen Schülern eine Mathematik-Stunde bei Herrn Hofer nehmen. Du bekommst dann 10 Franken zurück, weil ihr ja zu dritt seid. Ruf mich bitte heute noch an und sag, ob du Zeit hast. Die Nummer hast du ja. Danke, bis später!
Questions 11 and 12 and 13 and 14 and 15
Du machst mit deiner Klasse einen Ausflug an den Millstätter See und hörst im Bus Informationen von der Reiseleiterin. Hallo, aufgepasst! ... Wir nähern uns jetzt schon dem Millstätter See und ich möchte euch vorher ein bisschen über das weitere Programm informieren: Also, wir kommen in ein paar Minuten in Döbriach an. Der Ort liegt am Ostufer vom Millstätter See. Nach der langen Busfahrt werden wir dort noch vor dem Mittagessen zuallererst einmal mit einer kleinen Wanderung ein Stück um den See herum starten. So können wir uns ein bisschen die Beine vertreten und wieder fit werden. Eure Badesachen könnt ihr noch im Bus lassen, die brauchen wir erst am späten Nachmittag. Um 12:30 Uhr haben wir in einem hübschen kleinen Restaurant in Döbriach Tische für das Mittagessen reserviert. Um 14:00 Uhr beginnt dann die Führung im Sagamundo. Man nennt das Sagamundo auch „das Haus des Erzählens“. Wir bekommen dort eine extra Führung und werden viel über die Geschichten und Märchen dieser Gegend hören und sehen. Wenn wir ein bisschen vor 14:00 Uhr dort sind, dann können wir auch vorab schon alleine durch die Ausstellung gehen. Also bitte beeilt euch beim Mittagessen ein bisschen! Um 16:00 ist dann wieder Abfahrt vom Hauptplatz. Aber diesmal sind wir nicht lange unterwegs. Nur ein paar Minuten von Döbriach entfernt ist Radenthein. Dort gibt es im Granatium Granatsteine zu sehen und wir können sogar selbst ein paar dieser schönen Steine aus dem Berg klopfen und mit nach Hause nehmen. Am späten Nachmittag kommen wir dann wieder nach Döbriach zurück. Wer möchte, kann dann noch schwimmen gehen. Gleich gegenüber von unserem Hotel gibt es ein Strandbad. Für uns als Hotelgäste ist der Eintritt dort frei. Aber bitte: Gebt vorher Bescheid, wer schon im Hotel bleibt. Lisa und Johanna haben ja schon gesagt, dass sie lieber auf ihre Zimmer gehen möchten. Ich begleite dann die Gruppe zum See und eure Lehrerin bleibt mit den anderen im Hotel. Wir treffen uns um 19 Uhr alle wieder im Speisesaal zum Abendessen. Das Hotel hat für uns dann noch etwas Besonderes vorbereitet: Nach dem Abendessen werden die Tische weggeräumt und es gibt eine kleine Jugenddisco, zu der auch die Döbriacher Dorfjugend eingeladen ist. Ihr dürft bis 22:30 Uhr dort bleiben - dann ist Schlafenszeit! Schließlich haben wir morgen früh wieder einiges vor. Zum Beispiel wollen wir nach Gmünd ins „Haus des Staunens“ fahren. Dort gibt es ganz besondere Instrumente, zum Beispiel die größte begehbare Geige der Welt und ... Ah, schaut mal, da vorne ist schon Döbriach ...
Questions 16 and 17 and 18 and 19 and 20 and 21 and 22
Du stehst nach einem Mathematiktest im Gang vor deiner Klasse und hörst, wie sich ein Mitschüler und eine Mitschülerin über den Test unterhalten. Daniel: Huch, endlich ist es vorbei! Aber der Test war ja total schwer! Emma: Echt? Ich fand ihn eigentlich ganz okay. Ich mein, es ist doch genau das gekommen, was Professor Kainz uns zum Üben gegeben hat. Daniel: Stimmt doch gar nicht! Die zweite Aufgabe zum Beispiel ... so eine Aufgabe haben wir doch noch gar nicht gemacht. Hast du das verstanden? Emma: Ach, komm Daniel, das haben wir doch letzte Woche durchgenommen. Du musst nur die beiden Zahlen multiplizieren. Das war doch ganz einfach. Daniel: Ganz einfach?! Emma, du bist eben die perfekte Schülerin! Emma: Ist ja nicht wahr! Aber sooft wie du die Hausaufgaben vergisst und in den Mathe-Stunden mit Stefan redest, brauchst du dich nicht zu wundern, dass andere besser sind. Daniel: Ja, ja. Du hast ja recht! … Ich glaube jedenfalls, ich habe den Test nicht geschafft! Die erste Aufgabe ist ja noch ganz gut gegangen. Aber bei der dritten ... Da habe ich alles durchgestrichen und neu geschrieben. Leider bin ich nicht mehr ganz fertig geworden. Emma: Ich glaube, das ist nicht so schlimm. Professor Kainz hat gesagt, dass er auch Punkte vergibt, wenn nur ein Teil der Rechnung stimmt, sogar wenn die Lösung dann falsch oder nicht da ist. Also hast du bestimmt über 50 Prozent geschafft. Daniel: Wenn ich den Test geschafft habe, dann höchstens gerade noch. Und dabei wollte mein Vater, dass ich einmal eine gute Note nach Hause bringe. „Zur Abwechslung“ hat er gesagt. Nur weil er selbst ein super Schüler war und nicht verstehen kann, dass ich das nicht auch bin. Ich glaube, die Schule ist heute viel schwerer als früher! Emma: Jetzt sei mal ehrlich. Hast du denn genug für den Test gelernt? Daniel: Hm... wahrscheinlich nicht. In den letzten Tagen war das Wetter so schön, da war ich fast jeden Nachmittag im Park. Und gestern war der Tobi aus der 6 C bei mir, wir haben Computer gespielt. Da hab ich die Zeit ganz vergessen. Meine Mutter hat Tobias erst nach Hause geschickt, als es Zeit zum Abendessen war. Ja, und dann hab ich einfach keine Lust mehr zum Lernen gehabt. Ich meine, das hätte doch ohnehin keinen Sinn mehr gehabt. So im letzten Moment. Und überhaupt. Ich bin einfach zu doof für Mathe! ... Emma: Jetzt lass den Kopf nicht hängen. Du bist überhaupt nicht doof, du bist einfach nur faul! Daniel: Was soll ich denn machen? Und nächste Woche schreiben wir schon wieder einen Test in Mathe. Papa will mir einen Nachhilfelehrer besorgen, wenn meine Noten nicht besser werden. Emma: Was hältst du davon, wenn wir nächste Woche zusammen lernen? Dann wird das Ergebnis hoffentlich besser und ihr könnt euch das Geld für den Nachhilfelehrer sparen. Daniel: Echt, du hilfst mir? Super! Danke! Vielleicht könntest du ja heute gleich mal die Hausaufgaben für mich machen, okay? Emma: Hey, Daniel! So war das nicht gemeint! Deine Hausaufgaben machst du gefälligst selbst! ...
Questions 23 and 24 and 25 and 26 and 27 and 28 and 29 and 30
Die Moderatorin der Radiosendung „Die aktuelle Diskussion“ spricht mit dem Schüler Alexander Winkler, 16 Jahre alt, und dem Polizisten Florian Kauder über die Frage: Führerschein schon ab 16? Moderatorin: Hallo und herzlich willkommen zu unserer Sendung „Die aktuelle Diskussion“, heute zum Thema „Führerschein schon mit 16?“ Zu Gast im Studio haben wir heute Alexander Winkler, Schüler aus Bartholomä, einem Dorf auf der Schwäbischen Alb, und Herrn Florian Kauder, Polizist. Kauder: Guten Tag! Alexander: Hallo. Moderatorin: So, damit alle wissen, worüber wir sprechen und wie die Gesetze jetzt sind: Herr Kauder, könnten Sie mal bitte so nett sein und das für uns zusammenfassen? Kauder: Also, man kann schon mit 16 Fahrstunden nehmen und einen Monat vor dem 17. Geburtstag die praktische Fahrprüfung ablegen. Zum 17. Geburtstag bekommt man dann den Führerschein auf Probe und darf fahren, aber nicht allein. Es muss immer eine Person über 30 mitfahren, die auch den Führerschein hat. Erst ab 18 darf man dann alleine fahren. Moderatorin: Danke Herr Kauder. Alexander, du hast mir vor der Sendung gesagt, du möchtest aber mit 16 schon allein fahren – warum? Alexander: Ich wohne in einem kleinen Dorf, und wenn man da abends was unternehmen will, sieht es leider ziemlich schlecht aus. Da muss man dann schon in die Stadt. Und ohne Auto geht da gar nichts, weil abends keine Busse mehr fahren. Moderatorin: Aber gibt es denn nicht einmal Sport- oder Musikvereine? Solche Freizeitangebote findet man doch fast überall, auch auf dem Land. Alexander: Doch, schon, aber das ist nicht so mein Fall. Ich will lieber ins Kino gehen oder in die Disco. Kauder: Ja, wir stellen auch immer wieder fest, dass die Jugendlichen das Freizeitangebot in der Stadt einfach attraktiver finden. Alexander: Genau! Aber wie soll ich da hinkommen, der öffentliche Verkehr funktioniert nachts nicht und auf einen über dreißigjährigen Mitfahrer haben ich und meine Freunde keine Lust. Moderatorin: Da spricht Alexander sicher einen wichtigen Punkt an. Selbst wenn sie solch einen Mitfahrer haben möchten, sind nur wenige bereit, diese Rolle zu übernehmen. Kauder: Aus rechtlichen Gründen geht es leider nicht anders. Moderatorin: Könnten Sie uns die etwas genauer erklären? Kauder: Es ist ja so, dass erst ab 18 das Strafrecht für Erwachsene gilt. Was machen wir dann, wenn zum Beispiel ein Sechzehnjähriger Schuld an einem Unfall ist? Moderatorin: Mhm, ja, das Problem mit dem Recht verstehe ich, aber könnte man da nicht flexible Lösungen finden? Alexander: Hm, das finde ich auch! Wir Jugendlichen haben doch auch schon mit 16 die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen! Zum Beispiel reisen viele schon allein, auch ins Ausland. Kauder: Mit den Gesetzen ist das so eine Sache. Ich weiß, in Neuseeland und auch in vielen Bundesstaaten der USA bekommt man den Führerschein schon mit 16. Aber ich finde, man muss sich jedes Beispiel ganz genau ansehen. In den USA gibt es zum Beispiel viel strengere Regeln für den Alkoholkonsum. Vielleicht gibt es auch einen besseren Fahrunterricht, das kann ich nicht beurteilen. Moderatorin: Sie können mir sicher zustimmen, Herr Kauder, wenn ich sage, dass junge Führerschein-Besitzer noch zu wenig Übung haben. Kauder: Ja, Übung macht sicher den Meister. Moderatorin: Hier sollte man in den Fahrkursen mehr Training anbieten, damit junge Autofahrer sicherer werden. Alexander, was sagst du denn dazu? Alexander: Na ja, es gibt leider keine Statistik darüber, wie viele Unfälle junge Leute auf Landstraßen verursachen und wie viele in der Stadt, oder? Moderatorin: Wie meinst du das? Alexander: Ich bin mir nämlich sicher, dass die jungen Leute vom Land, die genau wissen, dass sie noch sicher nach Hause fahren müssen, weniger oder keinen Alkohol konsumieren. In der Stadt verhält sich das anders. Kauder: Wir sollten hier lieber nicht pauschalisieren. Ziel und Zweck muss es sein, dass die jungen Leute sicher nach Hause kommen. Vielleicht hilft es, wenn die Eltern Fahrdienste organisieren, das würden viele sicher gern machen. Alexander: Also das würde die Sitatution nicht wirklich ändern, ob meine Mutter oder mein Vater fährt oder ein Dreißigjähriger mitfährt …((lacht)) Moderatorin: Dann jetzt mal ganz konkret an dich die Frage, Alexander: Was für ein Modell stellst du dir genau vor? Alexander: Mein Vorschlag ist: Führerschein mit 16. Von mir aus dann nur mit der Auflage, dass man absolut nichts trinkt. Moderatorin: Herr Kauder, was meinen Sie zu diesem Vorschlag? Kauder: Ich bin nicht dafür, weil Jugendliche unsicherer und auch riskanter fahren als Ältere. Moderatorin: Wie wäre es denn mit einer Lösung auf einer ganz anderen Ebene? Wenn das Verkehrsnetz auf dem Land besser wäre, bräuchten die jungen Leute dort gar kein Auto. Kauder: Ja, an vielen Orten gibt es schon Modellversuche mit Sammeltaxis und Kleinbussen auf Bestellung und so weiter. So etwas verursacht natürlich deutlich höhere Kosten und das Geld muss erst gefunden werden. Das liegt an den Politikern, hier etwas zu bewirken. Alexander: Sehen Sie, wir sind schon etwas frustriert. Uns wurde schon so oft versprochen, dass sich die Situation verbessert, aber geändert hat sich bisher nichts, ob wegen Geld oder etwas anderem – das macht für uns keinen Unterschied. Moderatorin: Gut, wir sehen also, es bleibt einiges zu tun für die Politik, damit Jugendliche vom Land sich frei bewegen können. Besten Dank Ihnen beiden.
Hear it under exam conditions
Timed, with the original audio and the plays the exam itself prescribes, just like the real Hören module.