Goethe-Zertifikat B2 · Modellsatz Jugendliche Listening Transcript

Every listening script from the Goethe-Zertifikat B2 · Modellsatz Jugendliche sample set, in question order, Q1 to Q30. Read along here, or take the timed mock exam with the original audio.

Questions 1 and 2

J1: Hey, wie war’s am Wochenende auf dem Festival? J2: Schade, dass du nicht mit durftest. Die Musik war genial, die Leute nett, das Wetter perfekt…! J1: Mach mich nicht noch neidischer! J2: Naja, dumm gelaufen ist aber, dass ich an einem Abend unser Zelt nicht wieder gefunden habe. Ganz schön peinlich! Aber so habe ich ziemlich viele Leute kennengelernt, ich musste mich ja durchfragen. Das war eigentlich das Beste an dem Festival! Ey, nächstes Mal kommst du aber mit. J1: Klar. Meine Eltern ...

Questions 3 and 4

MÄ: Mmmh! Pommes sind echt gut. Aber leider machen sie auch dick. Also zumindest, wenn man sie zu oft isst. Meine Mutter sagt immer: Kind, du wirst doch krank von dem billigen Fastfood. Probier mal Obst oder rohes Gemüse, iss mal einen Salat. O.k., auch das schmeckt ja einigermaßen. Aber wenn ich mit meinen Freundinnen nach der Schule durch die Stadt laufe, dann kaufe ich mir manchmal eben doch eine Tüte Pommes. Das muss ab und zu einfach sein!

Questions 5 and 6

J: Wir haben gestern einen Klassenausflug gemacht. Ins Museum. MÄ: Wie langweilig! Bestimmt habt ihr Hunderte von alten Bildern ansehen müssen. J: Nein, so schlimm war es nicht. Wir haben eine Ausstellung über die Römer gesehen. Da haben die im Museum eine römische Wohnung nachgebaut und wir konnten sehen, wie es früher ausgesehen hat. Das war superinteressant! MÄ: Echt? Unser Klassenlehrer geht mit uns nie in so interessante Ausstellungen. J: Schade. Was halt nicht so toll ist: Wir müssen jetzt Referate schreiben über die Römerzeit.

Questions 7 and 8

J1: Hey, Martin, warst du schon in dem neuen Blog von Stefan? J2: Ne, ich habe noch nicht reingeguckt. Was gibt es da? J1: Der hat voll coole Videos von Liveauftritten seiner Lieblingsbands hochgeladen. Dazu schreibt er dann etwas über diese Konzerte. Ist echt gut gemacht, da kriegst du die neuesten Infos zu den Bands und die besten Liveszenen. Und ne Menge Leute antworten dann und schreiben ihre eigene Meinung dazu. Echt professionell, hätte ich ihm gar nicht zugetraut!

Questions 9 and 10

MÄ1: Also das nächste Mal suche ich mir die Projektgruppe nach den anderen Teilnehmern aus, nicht nach dem Thema. MÄ2: Wenn man das vorher immer wüsste. Schließlich musste man ja nicht einmal etwas vorbereiten, sondern nur mit Spaß dabei sein. Aber das wollten sie wohl nicht. MÄ1: Stimmt! Deswegen verstehe ich noch weniger, warum die anderen überhaupt in unserer Gruppe waren. Da hätten sie lieber zu Hause bleiben sollen. Und wegen ihnen ist jetzt aus unserem Projekt nichts geworden.

Questions 11 and 12 and 13 and 14 and 15 and 16

Moderator: Gesine Bauer hat einen Beruf, von dem viele träumen: Sie ist Schauspielerin. Wie man dahin kommt, sein Geld auf Theaterbühnen und vor Fernsehkameras zu verdienen, das erzählt sie uns nun. Hallo Gesine. Frau Bauer: Hallo. Moderator: Gesine, für viele junge Leute hast du einen Traumberuf. Wie wird man denn Schauspielerin? Frau Bauer: Ja, es gibt da natürlich viele Wege. Ich habe den klassischen Weg über eine Schauspielschule gewählt. Es war unheimlich schwer, einen Studienplatz zu bekommen, denn von den über 1.000 Bewerbern aus meinem Jahrgang wurden nur zwölf angenommen. Moderator: Und wo wird dann entschieden, wer Schauspieler wird und wer nicht? Frau Bauer: Also das passiert beim Vorsprechen bei der Zentralen Bühnen- und Fernsehvermittlung. Das ist quasi das Arbeitsamt für Schauspieler. Hier spricht man seine über Wochen und Monate einstudierten Rollen auf einer Bühne vor. Im Publikum sind Produzenten, Agenten und Regisseure, die sich nach jungen Nachwuchsschauspielern umschauen. Moderator: Warum wolltest du früher eigentlich nicht zum Theater? Frau Bauer: Puh, ich dachte damals, das Theater engt mich zu sehr ein. Also, das Theater ist wie eine Fabrik. Du musst erst mal mit den Leuten arbeiten, für die du eingeteilt wirst, und einfach alles spielen. Selbst kannst du anfangs wenig entscheiden. Ich wollte frei sein und hatte das Gefühl, das Theater sei altmodisch und verstaubt und einfach nicht der richtige Weg für mich. Doch jetzt weiß ich: Es gibt am Theater auch ganz viele tolle Sachen. Moderator: Was ist der Vorteil des Theaters gegenüber einer Rolle beim Film? Frau Bauer: Ja, nun, beim Theater hat man Zeit. Es ist toll, dass man wochenlang gemeinsam proben kann. Ich beschäftige mich gerne über viele Wochen mit einem Stoff und spreche darüber mit den Kollegen. Hinzu kommen die Nähe zum Publikum und die Vorstellung auf der Bühne – das ist eine ganz andere Erfahrung, als vor der Kamera zu stehen. Beim Film schätze ich die Schnelligkeit und die Disziplin, mit der ein Projekt abgedreht werden muss. Moderator: Wie kommst du an deine Rollen? Frau Bauer: Wie die meisten Schauspieler habe ich eine Agentur, über die die Rollenanfragen laufen. Natürlich kann man auch auf Partys gehen in der Hoffnung, Aufmerksamkeit zu erwecken und wichtige Leute kennenzulernen. Das liegt mir aber nicht. Man muss einen starken Glauben haben und sicher sein, dass die Schauspielerei genau das ist, was man machen will. Moderator: Was machst du in der Zeit zwischen den Engagements? Frau Bauer: Wenn ich nicht Theater spiele, dann versuche ich mich weiterzubilden, treibe viel Sport, um mich fit zu halten und habe endlich Zeit, meine Freunde zu treffen und jede Menge Dinge zu tun, die einfach Spaß machen und nicht mit meinem Beruf als Schauspielerin zusammenhängen.

Questions 17 and 18 and 19 and 20 and 21 and 22

Moderator: Schön, dass ihr wieder mit dabei seid, bei Radio LOLA. Jugendliche wollen nichts mehr wissen von Politik und Umwelt. Das hört man heute immer öfter. Im Studio habe ich die Schülerin Clara Fink. Clara, was sagst du dazu? Clara: Hallo. Ja, manche interessieren sich wirklich nicht dafür. Aber es gibt auch viele, denen solche Themen nicht egal sind. Moderator: Richtig. Deswegen bist du heute im Studio. Ebenfalls hier ist Claras Direktorin, guten Tag Frau Rodek. Frau Rodek: Grüß Gott. Moderator: Sie unterstützen ja die Umweltprojekte Ihrer Schüler. Wie sieht das genau aus? Frau Rodek: Schüler und Schülerinnen, wie Clara, erklären in den Klassen und in Arbeitsgruppen, was man für den Naturschutz alles tun kann. Außerdem machen sie auch mir, also der Schulleitung, Vorschläge zu Verbesserungen. Letzten Monat ging es zum Beispiel um mögliche Einsparungen von CO₂ im Schulalltag und um Veränderungen beim Schulessen. Moderator: Aha. Also ganz verschiedene Themen. Und wie sieht der Speiseplan bei euch an der Schule aus, Clara? Bietet ihr jetzt nur noch Bio-Essen und Bio-Fleisch an? Clara: Also unsere Kantine verzichtet mittlerweile vollkommen auf Fleisch. Das kommt bei allen sehr gut an. Wir verwenden für die Getränke keine Becher aus Pappe mehr, sondern nur Porzellan und Glas, das man spülen kann. Moderator: Das klingt, als ob alle Bereiche bedacht werden sollen. Clara: Ja, das versuchen wir. Moderator: Aber jetzt mal ehrlich. Alles kann man doch nicht ändern. Mir geht es wie den meisten: ich trenne den Müll, nehme so gut wie keine Plastiktüten mehr. Schön, aber ich gebe es zu, ich fahre immer noch täglich mit dem Auto zur Arbeit. Clara: Ja, klar, unnötiges Autofahren ist nicht besonders konsequent. Frau Rodek: Es sind ja oft nur Kleinigkeiten, mit denen wir schlechtes Verhalten überwinden. Bei meinen Schülern kann ich mich zum Beispiel darauf verlassen, dass sie am Ende des Schultags die Heizungen in den Klassenzimmern runterdrehen – das ist nicht aufwendig und hilft trotzdem der Umwelt. Clara: Manchmal helfen auch symbolische Aktionen. Neulich bin ich mit einem Mitschüler, der schon einen Führerschein hat, mit dem Auto nach Berlin gefahren. Nachher haben wir zum Ausgleich für die vielen Abgase einen Baum gepflanzt. Moderator: Das ist ja vorbildlich. Engagieren sich eure Mitschüler denn genauso wie du, Clara? Clara: Einige schon. Manchmal bekomme ich aber auch blöde Kommentare zu hören, zum Beispiel ob ich heute wieder einen Baum umarmt hätte. Aber das nehm ich gar nicht ernst. Frau Rodek: Einige haben zum Beispiel angefangen, mit dem Rad zur Schule zu fahren statt sich von ihren Eltern mit dem Auto bringen zu lassen. Finde ich gut. Moderator: Das ist gut für die Luft und so bleiben sie auch noch fit. Clara: Genau. Viele Mitschüler finden es ziemlich gut, dass wir neue Ideen in den Schulalltag reinbringen. Manche sind auch ein bisschen neidisch, wenn wir mal wieder vom Unterricht befreit sind. Moderator: Frau Rodek, habe ich das gerade richtig verstanden? Sie geben Ihren Schülerinnen und Schülern für ihre Umweltprojekte frei? Clara: Wenn ich dazu kurz etwas sagen darf: Natürlich müssen wir den Stoff, den wir verpasst haben, nachlernen. Da gibt es für uns keine Ausnahme. Frau Rodek: Das stimmt. Clara und die anderen im Projekt müssen dasselbe leisten wie alle anderen. Aber ich will aus meinen Schülerinnen und Schülern verantwortungsbewusste Mitglieder dieser Gesellschaft machen. Und da finde ich, sollten wir ihnen auch die Zeit geben, um an solchen Projekten teilzunehmen. Moderator: Das freut unsere Hörer sicher zu hören. Was denkt Ihr? Ruft uns an und diskutiert mit!

Questions 23 and 24 and 25 and 26 and 27 and 28 and 29 and 30

Hallo, mein Name ist Felix Krumm und ich bin erster Schülervertreter der Städtischen Anne-Frank-Gesamtschule. Heute, hier beim Stadtfest, möchte ich euch ein Projekt vorstellen, für das ich ehrenamtlich aktiv bin und das mir sehr am Herzen liegt: Das Buddy-Projekt. Warum müssen es immer die Lehrer oder Eltern sein, die unterstützen? Im Projekt geht es darum, selbst etwas zu tun. Buddy ist englisch für Kumpel: Man engagiert sich, um jemand anderem zu helfen – auf Augenhöhe, wie man das bei einem Freund tut, ohne etwas zurück haben zu wollen und ohne Zwang. Dabei lernt man die unterschiedlichsten Leute kennen. Man stellt schnell fest, dass der oder die andere nicht sein muss wie man selbst. Anstatt sich zu beschweren, was alles schief läuft, kann man Dinge selbst verändern. Mit ein bisschen Zeit und den Dingen, die man am besten kann. Und was super ist: Wirklich jeder Jugendliche unter 18, der eine Schule besucht, kann mitmachen. Also auch ihr. Erwachsene haben bei unserem Projekt Pause. Egal, ob du beim Lernen hilfst oder jemanden mit zum Training nimmst. Hauptsache du tust was. Wir haben auch viele Mitschüler aus anderen Ländern, die die Sprache noch nicht so gut sprechen. Jede Idee ist willkommen. Wichtig ist nur, dass deine Noten gut genug sind, sonst gibt es keine Erlaubnis vom Direktor. Wenn es zu Problemen zwischen Buddies kommt, wird nicht einfach neu zugeteilt. Wir können uns immer an ältere Schülerinnen und Schüler wenden, die uns dann helfen und zeigen, dass man nicht sofort aufgeben darf. Das schweißt zusammen. Ich kann euch sagen: Buddy sein fühlt sich echt gut an. Man erfährt ständig Neues, was ich total super finde, und tauscht sich mit anderen Buddies aus. Und es ist toll zu sehen, wenn andere sich aufgrund deiner Hilfe in der Schule verbessern. Seitdem ich Nachhilfe gebe und mit Kindern am Nachmittag Handball spiele, weiß ich, dass ich später einmal Lehrer oder Trainer werden will. Andere professionell unterstützen, das möchte ich. Weil ich viel mehr zurückbekomme, als ich gebe, und damit auch noch mein Geld verdiene. Manchmal kommen andere Organisationen, zum Beispiel Seniorenheime, auf uns zu, die sich für das Projekt interessieren. Da merkt man erst, was man alles geschafft hat, obwohl das Programm noch nicht besonders alt ist. Mein Fazit: Was man hier lernt, kann einem keiner mehr nehmen. Also kommt bei uns am Stand vorbei!

Hear it under exam conditions

Timed, with the original audio and the plays the exam itself prescribes, just like the real Hören module.

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